Jul
31
Nachrichten aus einem unbekannten Universum: Eine Zeitreise durch die Meere
Frank Schätzing? Das ist doch der von Der Schwarm werden einige sagen. Andere erinnern sich an seine Krimis. Nun hat der gefeierte Bestsellerautor wieder einmal das Genre gewechselt und ein Sachbuch geschrieben. Er bringt uns Nachrichten aus einem unbekannten Universum. Eines zeigt auch dieses Buch: Schätzing, Autor aus Leidenschaft, bleibt neugierig. Diese Neugierde steckt an, und man folgt dem Autor gerne, wenn es diesmal heißt, den Blick unter die Meeresoberfläche zu richten und eine Zeitreise bis zu den Anfängen unserer Welt zu machen. Meere bedecken den größten Teil der Erdoberfläche -- unser Wissen darüber ist allerdings noch immer sehr spärlich. So leger die Sprache von Schätzing daherkommt ("Flott vergingen neun Milliard
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der unbekannte blaue Planet,
Seit seinem Bestseller “der Schwarm” ist Frank Schätzing sicher einer der bekanntesten deutschen Autoren, der sich auch schon international einen Namen gemacht hat. Bei seinen Recherchen zu der Schwarm war Schätzing jedoch auf weit mehr Informationen gestoßen, als er für diesen verwenden konnte, darum fragte ihn der Herausgeber des PM-Magazin ob er diese nicht in einer kleinen Serie von Artikeln für das Magazin veröffentlichen möchte. Schätzing willigte ein und damit wurde auch gleichzeitig die Idee für dieses Buch geboren, welches zunächst nur einen Umfang von 150 Seiten haben sollte. Leser des PM-Magazins durften im Rahmen der vierteiligen Serie bereits einige Auszüge aus dem Buch genießen, doch sind diese natürlich nichts im Vergleich zum 500 Seiten umfassenden Werk, welches schlussendlich aus den Recherchen zu der Schwarm entstanden ist.
Nachrichten aus einem unbekannten Universum versteht sich eigentlich nicht als Begleitwerk zu “der Schwarm”, sondern vielmehr als eigenständiges Werk, welches aus den Recherchen zu der Schwarm entstanden ist. Der Autor führt den Leser darin, auf eine Zeitreise durch die Meere, von vorgestern (Urknall) bis übermorgen (was auch immer die Zukunft bringen mag). Er schildert uns, wie Miss Evolution wahrscheinlich die ersten Mikroorganismen in den Tiefen des urzeitlichen Meeres entstehen ließ und das Leben das Land eroberte, von wo einige Lebewesen auch ins Meer zurückkehrten. Ergänzt durch seine eigenen Erfahrungen mit dem unbekannten Universum, die er als begeisterter Sporttaucher gesammelt hat, ergibt sich eine Atmosphäre die schlichtweg begeistert. Selbst Physikmuffel können Schätzings Erläuterungen über die Entstehung der urzeitlichen Meere auf der Erde folgen oder warum der Mond Ebbe und Flut beeinflusst. Selbst um zu verstehen wie die Erde und die Urkontinente entstanden sind benötigt man nur geringes Vorwissen aus der Schulzeit. Zudem räumt Kapitän Schätzing auf mit einigen modernen Mythen und Legenden rund um die Bewohner der Meere. Erst gegen Ende des Buches, verliert sich die Begeisterung manchmal in den bereits viel diskutierten Themen, wie Wal- und Haifang, welche trotz allem für ein Buch über die Meere unerlässlich sind.
Fazit:
Was Frank Schätzing gelingt, ist die Verbindung von Fakten und Faszination, weil ihn selbst die Themen faszinieren und er dieses Wissen somit mitreißend auch so wiedergibt. Lesern von “der Schwarm” ist dieses Buch aufs herzlichste zu empfehlen, ebenso allen die das Meer und die Natur fasziniert.
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| Kommentar als LinkUnterhaltsame Zeitreise,
Unabhängig von irgendeiner Rezension habe ich nach dem Genuss von “Der Schwarm” das Buch
sofort als Urlaubslektüre gekauft. Die meiste Zeit meines Urlaubs hat dann dieses Buch
in Anspruch genommen; das ist so ziemlich das Beste, was ich je gelesen habe! Der Spagat ist Frank Schätzing sichtlich gelungen. Den Veriss manch anderen Rezensenten kann ich
daher in keinster Weise nachvollziehen. So unterhaltsam wurde die Evolution und Natur-
geschichte unseres Planeten meiner Meinung nach noch nie präsentiert. Witzig geschrieben
und mit überaschenden Einfällen (wie z. B. das Mittelmeer leerlief) – dieses Buch sollte
zur Pflichtlektüre des Biologieunterrichts werden!
Fazit: Sehr empfehlenswert.
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| Kommentar als LinkWoran mag es liegen?,
So langsam bekomme ich den Eindruck, dass die negativen Kritiker dieses Buches das erste Kapitel übesprungen haben.
Herr Schätzing hebelt hier schon jeden negativen Ansatz aus, indem er auf den folgenden Inhalt hinweist.
Also ich für meinen Teil gebe ihm völlige Zustimmung in Bezug auf:”Es gibt nur Leute, die es gerne kompliziert und langweilig hätten” (Seite 16).
Die negativen Kritiken stammen wohl eher von Menschen, denen entweder die Einleitung entgangen ist, die die Wissenschaft zu ernst nehmen oder denen selbst leider kein Händchen für bildliche Erzählweise gegeben wurde.
Das Buch beansprucht auf keiner der Seiten Anspruch auf Absolutheit oder wissentschaftliches Hörsaal-Niveau.
Eines zeigt Schätzung hier sehr deutlich: Die Auseinandersetzung mit dem Thema Wissenschaft muss nicht langweilig sein.
Ich glaube kaum, dass hiermit ein Meilenstein des Sachbuches gesetzt werden sollte. Vielmehr ist die Idee des Lebens und der Freigeist des Verfassers Gegenstand dieses ‘Sachbuches’.
Die positive Einstellung dazu, mit Wissenschaft auch in einem lockeren Ton unterhalten zu können, ist hier wahrscheinlich der Dorn im Auge vieler Kritiker und nicht jedermanns Sache.
Aber mit Bitte um Entschuldigung – dafür benötigt man keine 150 Seiten, sondern lediglich die ersten 7!
Viel Spaß und eine Empfehlung für jeden, der die Idee/Evolution des ‘Lebens’ auch mal auf eine Art sehen mag, wie es nur wenige Lehrer vermitteln können und konnten.
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