Jun
03
Das Angstbuch. Woher Ängste kommen und wie man sie bekämpfen kann
In einer ihrer Kolumnen stellt sich Sibylle Berg vor, wie es wäre, keine Angst mehr zu haben -- und endet als antriebslose, vereinsamte Stubenhockerin. Auch der renommierte Angst-Forscher Bandelow sieht in dem Phänomen das Superbenzin für Erfolg, beschäftigt sich hier aber vor allem mit den krankhaften Ausformungen. Neben Spinnenfurcht und Angst vor Fahrstühlen gibt es da unter anderen die Peladophobie (Furcht vor Glatzköpfigen) oder die Hippopotamomonstrosesquipedaliophobie (genau: die Furcht vor langen Wörtern). Weniger komisch und viel weiter verbreitet sind allgemeine Angststörungen, zum Beispiel in Form von Panikattacken, oder Soziale Phobien, die mehr als Schüchternheit bedeuten. Schätzungsweise 1
Unverb. Preisempf.: EUR 19,90
Amazon Preis:
Ein Buch, das Mut macht,
Ich leide selbst seit vielen Jahren unter Panikattacken und habe einige Buecher und Artikel zu diesem Thema gelesen. Leider sind die meisten Ratgeber so schwammig gehalten, dass man nach dem Lesen des Buches genauso schlau ist wie vorher.
Bei dem “Angstbuch” von Borwin Bandelow habe ich zum ersten Mal das Gefuehl, dass ich tatsaechlich noch etwas dazulernen konnte. Die Tips zur Ueberwindung der Angst kann man direkt in die Tat umsetzen. Leider bekommt man als Angstpatient ja oft wenig hilfreiche Tips von Freunden oder Verwandten, man solle sich “zusammenreissen” oder “wer keine Probleme hat, macht sich welche”. Es wird einem indirekt vorgeworfen, dass man selbst schuld an seiner Erkrankung ist oder gar nicht krank ist, sondern simuliert. Wer einmal eine Panikattacke hatte, weiss, dass man das Gefuehl hat, als ob das letzte Stuendlein geschlagen hat. Obwohl man selbst weiss, dass das EKG usw. in Ordnung ist, und der Arzt gesagt hat, dass man sich keine Sorgen machen muss, setzt diese Vernaunft aus, wenn man eine Panikattacke hat. Nach dem Lesen dieses Buches verstehe ich, dass es die Krankheit selbst ist, die einem die Illusion verschafft, dass man schwer krank ist.
Ich glaube zwar nicht, dass ich nach dem Lesen des Buches meine Panikattacken voellig verlieren werde, aber das Buch hat mir Mut gemacht. Ich weiss jetzt auch, dass viele der Behandlungsmethoden, die ich einmal ausprobiert hatte und die nie gewirkt haben, nicht die richtigen waren.
Vor allem ist das Buch auch sehr leicht lesbar. Acuh wenn der Autor offensichtlich ein Wissenschaftler ist, schreibt er eher in dem Ton, den man von guten Darstellungen wissenschaftlicher Sachverhalte im Stern, Focus usw. kennt.
Er geht auch mit viel Humor an die Sache, und so sollte man auch den Panikattacken und Angstkrankheiten begegnen, auch wenn es sich um ernste Krankheiten handelt.
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| Kommentar als LinkDas ultimative Angstbuch,
Der Titel “Das Angstbuch” verspricht viel – es klingt wie das ultimative, amtliche Buch über Ängste. Aber das ist nicht zuviel versprochen. In den Buch wird alles beleuchtet, was mit Ängsten zu tun hat.
Es geht um Angsterkrankungen, wie Panikattacken, Soziale Phobie oder generalisierte Angststörung. Aber es geht auch um kleinere Ängste, die jeden einmal betreffen: Wer hat nicht Angst vor Spinnen, Höhen, tiefem Wasser, blamablen Situationen, Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes, vor dem ersten Rendezvous, vor Trennung von einer geliebten Person? Auch die Ängste der Kinder werden genau erklärt.
Das Buch ist an vielen Stellen humorvoll, obwohl es ja um ein ernstes Thema geht – es ist aber auch nachdenklich. Ängste werden nicht nur als lästig und unnötig beschrieben, sondern ihre positiven Seiten werden geschildert. Nicht nur die realen Ängste, wie Furcht vor Unfällen oder Terror usw. haben ihren Sinn, sondern auch die vermeintlich krankhaften Ängste, wie soziale Phobien spielen ihre Rolle im Leben der Menschen. Ohne diese Ängste hätten wir keine Kultur, keine Kunst, kein Streben nach höherem. Bandelow zeigt auch, dass ängsliche Menschen oft sympathischer, sensibler und interessanter sind als Furchtlose.
Wenn jemand das Buch liest, der unter einer Angsterkrankung leidet, findet er eine vollständige Liste der Angsttherapien. Alles wird erläutert – nicht nur die Therapien, die nach wissenschaftlichen Untersuchungen als sinnvoll angesehen werden, sondern auch diejenigen, die zwar häufig propagiert werden, aber
keine wirkliche Hilfe für die Menschen sind. Nicht nur Psychotherapie, sondern auch Medikamente, ohne die manche Menschen nicht angstfrei werden, werden ausführlich erläutert. In anderen Büchern über diese Thema habe vermisst man oft eine tiefergehende Analyse der Ursachen der Ängste. Hier findet man auch eine verständliche Erklärung, wie Angst im Gehirn entsteht. Das Buch ist so gut lesbar, dass man es selbst an komplizierten Stellen nicht aus der Hand legen möchte.
Ich habe Prof. Bandelow zweimal im Fernsehen gesehen, bei “Fliege” und bei “Menschen der Woche” – er wirkt sympathisch und kompetent, und man merkt, dass er weiß, wovon er redet.
Mit 19,90 ist das Buch nicht ganz billig, aber die Anschaffung hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt!
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