Apr
13
Die Insel unter dem Meer: Roman
RomanErscheinungsjahr: 2010
3. Aufl.
Aus d. Span. v. Becker, Svenja
Gewicht: 677 gr / Abmessungen: 213 mm x 134 mm x 38 mm
Von Allende, Isabel / Übersetzt v. Becker, SvenjaDie Mulattin Zarité, genannt Tété, ist erst neun Jahre alt, als der junge Plantagenbesitzer Toulouse Valmorain sie als Dienstmagd für seine lebensuntüchtige Frau kauft. Doch in Tété schlummert eine andere Bestimmung als die der willfährigen Sklavin. Selbst als ihr Herr sie in sein Bett zwingt, als man ihr das erste Kind entreißt und ihr Geliebter sie verläßt, um sich den aufständischen Sklaven in den Bergen anzuschließen, verliert Tété ihr Ziel nicht aus den Augen: die Freiheit für sich und ihre Tochter. Der Konflikt zwischen den aufständ
Amazon Preis: EUR 12,00
Stürmische Zeiten für die Sklaverei…,
Isabel Allende erzählt uns in ihrem neuen Buch von der Sklavin Zarité, kurz Teté genannt, die im früheren Saint Domingue, was heute Haiti ist, vom französischen Plantagenbesitzer Valmorain gekauft wird und die ihm den Haushalt führt. Valmorain behandelt seine Sklavin sehr schlecht, missbraucht sie seit ihrem elften Lebensjahr und schwängert sie mehrmals, was jedoch im 18. Jahrhundert an der Tagesordnung war. Zusammen erleben sie das Auf und Ab der Sklaverei in Saint Domingue, und einen blutigen Sklavenaufstand, der sie zwingt, nach New Orleans auszuwandern. Teté erpresst ihre Freiheit, doch in New Orleans kreuzen sich ihre Wege immer wieder, als ob das Schicksal sie verbunden hat. Mit verheerenden Konsequenzen…
Dieses Buch ist wieder einmal eine Geschichte, die sich über mehrere Generationen zieht. Geschickt verknüpft Isabel Allende ihre Fiktion mit historischen Fakten, und versteht es, den roten Faden durchgängig aufrechtzuerhalten, auch wenn sie sehr oft ausführlich zu vielen Nebenfiguren schwenkt. Ihr Schreibstil ist eindringlich und voller kleiner Anspielungen, manche Ereignisse schildert sie so subtil, dass man gar nicht sofort deren Tragweite begreift. Einige Kapitel schildert Allende aus Zarités Sicht (die meisten sind in der dritten Person geschrieben), wenn besondere Ereignisse ins Haus stehen, was mir sehr gefallen hat, denn ihre Perspektive gibt dem ganzen nochmal etwas mehr Persönlichkeit. Jedoch hatte ich auch das Gefühl, dass manche Handlungsstränge unausgegoren waren, zudem hatte das Buch besonders zur Mitte hin sehr viele Längen, als der Sklavenaufstand in aller Ausführlichkeit beschrieben wurde. Erst zum Ende hin, als Teté in New Orleans ist, wird das Buch wieder richtig packend und am Ende musste ich tatsächlich ein bisschen schlucken. Alles in allem ein sehr schönes Buch, was mich aber nicht so überzeugt hat wie “Das Geisterhaus”.
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| Kommentar als LinkDas Sklavenmädchen Zarite und ihr Weg in die Feiheit,
Nach langer Zeit habe ich wieder einmal einen Roman von Isabel Allende gelesen und ich muß sagen, meine Meinung ist etwas zweigeteilt.
Diesmal hat sich die Autorin wieder einem historischem Thema zugewandt und es ist wie immer gut geschrieben. Allerdings fehlte mir etwas die Tiefe bei dem ganzen Thema.
Erzählt wird die Geschichte des Mulattenmädchens Zarite, kurz Tete genannt, die mit 9 Jahren an einen Plantagenbesitzer verkauft wird um seiner nervenkranken Frau als persönliche Sklavin zur Hand zu gehen. Daraus entsteht eine Verbindung, die über 30 Jahre bestehen bleibt und auch nach ihrer Flucht nach New Orleans noch anhält.
Tete wird von ihrem “Herrn” immer wieder in sein Bett geholt und die Kinder die daraus entstehen, darf sie nicht selbst aufziehen, sondern hat sich nur um seinen Sohn zu kümmern, der ja ehelich und somit anerkannt geboren wurde.
Nach einer dramatischen Flucht von der Insel, kann sie sich nach langen Jahren als Sklavin befreien und bekommt endlich ihre Urkunde für die Freiheit. Doch damit ist ihre Geschichte noch nicht zuende…
Isabel Allende hat einen Roman vorgelegt, der sehr weit ausholt und auch viele historische Fakten beeinhaltet, die oft mehrere Seiten in Anspruch nehmen; und genau das war mir persönlich etwas zu lang und zu ausschweifend. Es fehlte mir Tiefe und Detail in der Beschreibung der Personen, stattdessen konnte ich seitenweise über Kriege und politische Dimensionen lesen. Da wäre mir etwas weniger lieber gewesen. Aber das ist ja auch immer eine Geschmackssache!
Alles in allem aber ein Roman, der leicht zu lesen ist und uns das Leben der Sklaven im 18. Jahrhundert näher bringt und ihren Kampf um die Freiheit besser nachvollziehen läßt.
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