Das Versprechen


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Amerika 1940 Ein einziger schrecklicher Moment ändert das Leben der zwölfjährigenLou von Grund auf. Bei einem Autounfall kommt ihr Vater ums Leben, undihre Mutter fällt ins Koma. Die einzige Verwandte, die sich um Lou undihren kleinen Bruder Oz kümmern kann, ist ihre Urgroßmutter Louisa Mae,die auf einer Farm in Virginia wohnt. Doch das Leben in den Bergen isthart, und die Kinder müssen schwer mitarbeiten. Nur allmählich erschließtsich ihnen die Schönheit der Welt, die sie umgibt. Erst als eine Bergbaugesellschaftdie Hände nach dem Besitz ausstreckt, wird Lou klar, wie viel ihr das Land,das ihr Vater so liebte, bedeutet, und dass es sich dafür zu kämpfen lohnt... New York, 1940: Für die zwölfjährige Lou bricht eine Welt zusa

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2 Responses to Das Versprechen

  1. P. Schrder "petra-schroeder"
    18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
    5.0 von 5 Sternen
    Bilde deine eigene Meinung, 28. Februar 2005
    Rezension bezieht sich auf: Das Versprechen (Taschenbuch)

    Ich muss zugeben, dass ich mich – obwohl oder gerade weil ich begeisterte Leserin der Baldacci-Romane bin – von Kritiken habe beeinflussen lassen, die von dem “Versprechen” abrieten. Weil es eben einen gänzlich anderen Schauplatz hat, weil die hyper-spannenden Elemente fehlen.

    Ich habe mir “Das Versprechen” also nicht gekauft, sondern erst jetzt geliehen und gelesen. Besser gesagt: verschlungen. Und ich bedauere, mir das Buch nicht schon viel früher ins Regal gestellt zu haben.

    Ich war wirklich sehr skeptisch, habe aber sehr schnell gemerkt, das Baldacci hier einen perfekten Roman geschrieben hat, in dem jedes Wort an der richtigen Stelle steht und kein Satz zuviel geschrieben wurde. Baldacci erschafft eine Realität, die mich für die Dauer des Buches gefangen hielt. Die Charaktere wuchsen im Verlauf der Geschichte über sich hinaus, wurden in mir lebendig. Verluste haben mich betroffen, Angriffe machten mich wütend, und der Engstirnigkeit hätte ich gerne getrotzt.

    Ganz ehrlich: “Das Versprechen” ist auf jeden Fall auch ein Buch für die Fans von “Präsident”, “Wahrheit” oder “Versuchung”. Anders, aber bestimmt genauso gut.

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  2. Wolfgang Gonsch
    12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
    5.0 von 5 Sternen
    einfach traumhaft, 5. November 2004
    Von 
    Rezension bezieht sich auf: Das Versprechen (Taschenbuch)

    Louisa Mae Cardinal, die von allen nur Lou gerufen wird, ist ein sehr aufgewecktes Mädchen aus New York. Die finanziellen Schwierigkeiten ihrer Familie bleiben für sie im Verborgenen. Lou himmelt ihren Vater, einen angesehenen aber wenig erfolgreichen Schriftsteller an, dem sie ihr Erzähl- und Schreibtalent verdankt.

    Durch einen tragischen, von ihr mitverschuldeten Autounfall ändert sich das Familienleben radikal. Der Vater ist tot, ihre Mutter fällt in ein tiefes Koma und wird zum Pflegefall. Der kleine Bruder Oscar, kurz Oz genannt und Lou sind plötzlich auf sich alleine gestellt; ihre bis dato unbekannte Urgroßmutter die in den Appalachen, den Bergen Virginias lebt, nimmt die Geschwister mit der schwerkranken Mutter bei sich auf.

    Mit dem Zug fahren die beiden Halbwaisen und die stark pflegebedürftige Mutter in dieses fast vergessene Stück Amerika des Jahres 1940, fernab jeden Fortschritts. Sie finden sich in einer Welt wieder, in der jeder um sein Überleben kämpfen muss. Lou und Oz helfen von Tagesanbruch bis spät in die Nacht mit, um fernab von Elektrizität oder Telefon auch nur das Allernötigste zu erwirtschaften. Trotz allem findet Lou in dem Land, das ihr Vater so sehr liebte ihren ersten wirklichen Freund. Tragische, gefährliche aber auch lustige Abenteuer vermitteln Lou sehr eindringlich den Stellenwert von Familie und Treue, aber auch die Bedeutung von Schuld und Vergebung.

    David Baldacci ist es hervorragend gelungen seine eigene Familiengeschichte in diese wundervolle Familiensaga hineinzuweben. Bei der Lektüre diese einfühlsamen, spannenden und teils auch poetischen Romans ist man immer wieder versucht den kleinen David Baldacci herauszufiltern. Er beschreibt äußerst detailgetreu das harte und naturverbundene Leben der Bergbauern. Trotz der klassischen Elemente einer Familiensaga ist dieses Buch aber bei weitem mehr:
    Ein einfühlsamer Roman ohne Gefühlsduselei, äußerst feinfühlig und märchenhaft, eine Familiensaga mit allen Attributen eines Thrillers. Fiktion und Realität scheinen in diesem Werk zu verschmelzen.

    Beim absoluten Höhenpunkt des Buches beweist sich der Vollblutjurist im Autor. Eine Gerichtsverhandlung die an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten ist, in der Gerechtigkeit und Trauer, tiefstes Mitleid und absolute Abscheu, der Drang nach Freiheit und starke psychische Zwänge eng beieinander liegen fesselt den Leser.

    Dieses tiefgründige Werk ist auch eine Anklage gegen den in dieser Zeit noch allgegenwärtigen Rassenhass mit all seinen Ressentiments. Dem aufmerksamen Leser bleibt jedoch auch die unterschwellige Kritik zwischen den Zeilen am amerikanischen Rechtssystem nicht verborgen: Wenn eigene Interessen mitverhandelt werden, kann ein Geschworener sich schwerlich zu einem objektiven Urteil durchringen!

    Dieser Roman ist ein herausragendes Leseerlebnis, poetisch und spannend, authentisch aber doch märchenhaft, berührend und dramatisch – diese Geschichte strahlt Wärme aus ohne in die Trivialität abzugleiten.

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