Okt
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Altwerden ist nichts für Feiglinge
Erscheinungsjahr: 2010Gewicht: 416 gr / Abmessungen: 215 mm x 135 mm
Von Fuchsberger, JoachimWie man in Würde und mit einem Augenzwinkern alt werden kann
- Nachdenken über das Alter authentisch und unterhaltsam
- Ein lesenwertes, heiter-ironisches Buch von einem Sympathieträger erster Güte
Er ist alt. Er ist bekannt und beliebt. Jetzt macht der Schauspieler Joachim Fuchsberger seinen Altersgenossen und allen Jüngeren, die ja auch irgendwann mal alt werden, Mut, locker mit diesem unvermeidlichen Vorgang im Leben umzugehen:
"Ich denke, es ist Zeit, dass sich die Alten die faltige Haut nicht länger über die Ohren ziehen lassen. Hören wir auf, im stillen Kämmerlein und vor der Glotze auf die Schwätzer aus den Amtss
Amazon Preis: EUR 15,00
Ermutigung zum Altwerden,
Der Titel klingt zunächst so, als wäre Altwerden eine Mutprobe. So ist es natürlich nicht gemeint – obwohl Joachim Fuchsberger nicht verschweigt, dass Älterwerden auch seine beschwerlichen Seiten hat. Er will mit dem Buch aber vor allem zeigen, dass man auch im Alter jeden Tag geniessen kann, und ein hohes Lebensalter keine Bürde sondern ein Geschenk ist.
Gleichzeitig gibt er auch einen Rückblick auf sein Leben. Und hier erwähnt er weniger seine beruflichen Erfolge – diese streift er nur anekdotenhaft am Rande. Sondern er beschreibt mehr persönliche Ereignisse und Krisen, die ihn geprägt haben. Hier zu nennen ist zum Beispiel eine Lebenskrise, in die er durch mißglückte Geldanlagen geriet, und aus der er sich nur mit Disziplin und auch der Hilfe seiner Frau befreien konnte. Ein weiteres Beispiel ist hier eine Operation vor einigen Jahren, bei der sein Leben mehr oder weniger am seidenen Faden hing.
Fazit: Das Buch ist eine weise Lebensbetrachtung eines Mannes, der mit sich im Reinen ist. Und nur so konnte er auch den plötzlichen Tod seines Sohnes vor einigen Monaten, welchen er in der Einleitung des Buches erwähnt, überwinden und zu neuem Lebensmut finden.
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| Kommentar als LinkUngeschönte Auseinandersetzung mit der Realität,
Die Veröffentlichung dieses Buches war exakt zum Zeitpunkt des ebenso unerwarteten wie tragischen Todes seines Sohnes geplant. Dass “Blacky” den Erscheinungstermin verschob, da er mit dem persönlichen Leid keinen finanziellen Gewinn verbinden wollte, ehrt den Autor ebenso, wie es Grundzüge seines Charakters offenbart.
Dessen ungeachtet gelingt Joachim Fuchsberger ein Buch, das aufräumt mit der Mär vom ach so uneingeschränkt schönen Altwerden. Und es gleichzeitig aber auch nicht glorifiziert, indem er schlicht den gängigen, zu beiden Extremen neigenden Klischees eine Absage erteilt. Ungeschönt und aus dem eigenen Erleben geschöpft schildert er die Mühen der Veränderung, der nachlassenden Kräfte, der stets stärker ins Bewusstsein rückenden Endlichkeit des Seins. Es ist in der Tat nichts für Feiglinge, sich mit dem Ende der physischen Existens auseinandersetzen zu müssen, gleichwohl es auch keiner Selbstbeweihräucherung a la “Ich hab Ehrfurcht vor schneeweißen Haaren” bedarf, wie es ein Uraltschlager einst kollektiv einforderte. Derlei Klippen unschifft Fuchsberger mühelos, indem er ein ungeschminkt klares, aber eben auch NICHT desillusionierendes Bild der letzten Lebensdekade zeichnet, die nun einmal auf jeden zukommt, der nicht zuvor abberufen wird.
Hierin liegt das Verdienst: Die Realität fern der Lebensmitte aufzuzeigen, die trotz aller Subjektivität dazu ermuntert, sich offen und bejahend, keineswegs aber jammernd in ständiger Glorifizierung der Vergangenheit dem Jetzt des Alters zu stellen und es auch anzunehmen. Und das in all seinen Facetten: Den mühsamen, beschwerlichen, aber auch den schönen. Kein Feigling, dieser Blacky Fuchsberger!
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| Kommentar als LinkFuchsberger: “Benehmen wir uns nicht wie altgewordene Junge, sondern wie jung gebliebene Alte.”,
Mit über 82 Jahren macht sich der Liebling des deutschen Fernsehvolks an die Arbeit ein Buch übers Altwerden zu schreiben. Er hat seiner Generation etwas wichtiges mitzuteilen: Leute geht endlich locker mit Eurem Alter um.
15 Kapitel hat der Autor geschrieben. Nichts wissenschaftliches, aber dennoch voller Altersweisheiten. Man muss dieses Buch nicht auf der ersten Seite beginnen, auch in der Mitte des Buches oder ganz hinten ist der Leseeinstieg noch möglich.
Leider finde ich im ganzen Buch nicht ein Foto, aber eigentlich bedarf es auch keiner Fotos. Während des Lesens sehe ich “Blacky” vor mir, er plaudert ganz direkt mit mir und obwohl es nicht das einfachste Thema ist, über das er spricht, macht er es sehr humorvoll. Von Abschiedsstimmung ist da nicht viel zu bemerken.
Oftmals werden mitten im Text Fragen gestellt, nicht immer nur an den Leser. Aber natürlich hält dies beim Lesen auf, fordert den eigenen Geist und ich habe mich des öfteren wie in einem direkten Gespräch gefühlt.
Eine lange großartige Karriere hat “Blacky” als Schauspieler hinter sich. Wir kennen alle seine Edgar – Wallace – Filme, mit Persönlichkeiten aus allen möglichen Bereichen ist er bekannt, in diesem Buch spricht er hin und wieder darüber, aber er klingt nicht abgehoben, er äußert seine Sorgen und er beeindruckt mich mit diesem Buch einmal mehr.
“Ich denke, es ist Zeit, dass sich die Alten die faltige Haut nicht länger über die Ohren ziehen lassen.” sagt Joachim Fuchsberger. Damit macht er deutlich, es ist doch nicht nur ein Buch für seine Generation. Sehr genau beschreibt er wie es ist, in einer Gesellschaft zu leben, in der Alte sich manchmal wie das fünfte Rad am Wagen fühlen oder wie ein Finanzrisiko behandelt werden. Damit wird dieses Buch dann auch wichtig für die junge Generation, die ja wohl auch mal alt wird.
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